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Neu ab 1. Jänner 2019: Monatliche Beitragsgrundlagenmeldung

Die monatliche Beitragsgrundlagenmeldung (mBGM) vereinfacht das Meldewesen in der Sozialversicherung deutlich. Von der Systemumstellung profitieren österreichweit 360.000 Dienstgeber und 100 Lohnsoftwarehersteller. Auch für Dienstnehmer bringt die monatliche Beitragsgrundlagenmeldung Vorteile.

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Bisher mussten die Dienstgeber drei separate Meldeprozesse vornehmen: Erstens die An- oder Abmeldung des Dienstnehmers, zweitens die monatliche Beitragsabrechnung nach Beitragsgruppen und drittens den jährlichen SV-Lohnzettel je Dienstnehmer. Die mBGM führt die monatliche Beitragsnachweisung und den jährlichen SV-Lohnzetteln zu einer einzigen Meldung zusammen: Die Dienstgeber melden ab 1. Jänner 2019 nun monatlich das tatsächliche Einkommen jedes einzelnen Dienstnehmers und nicht mehr die gesamte Lohnsumme aller Dienstnehmer an die OÖGKK. Dafür entfällt die Meldung des jährlichen SV-Lohnzettels zur Gänze. „Das bringt etliche Vorteile für Lohnverrechner und Dienstgeber“, erklärt OÖGKK-Obmann Albert Maringer. „Durch die monatliche Beitragsgrundlagenmeldung wird das Meldewesen für Dienstgeber vereinfacht und die Meldungsvielfalt reduziert. Daneben löst ein neues, flexibles und übersichtliches Tarifsystem die mittlerweile mehr als 400 Beitrags- und Verrechnungsgruppen ab. Ich freue mich, dass wir damit einen großen Beitrag zur Verwaltungsvereinfachung leisten können“, fährt Maringer fort.

 

Elektronisches SV-Clearing erlaubt rasche Bearbeitung von Fehlermeldungen

Der Wechsel zur mBGM wird von einem weiteren Serviceangebot begleitet: Der Einführung eines elektronischen SV-Clearingsystems. Das Clearingsystem informiert den Dienstgeber über Meldedifferenzen und erlaubt eine rasche Lösung: „Mit dem SV-Clearingsystem haben wir einen neuen Maßstab in puncto Kundenfreundlichkeit und Servicequalität geschaffen. Jede Rückmeldung des Clearingsystems beinhaltet genaue Informationen zum aufgetretenen Problem. Der Dienstgeber kann die Meldung so umgehend berichtigen. Das ist eine große Erleichterung und spart viel Zeit“, erläutert OÖGKK-Direktorin  Mag. Dr. Andrea Wesenauer.

 

Vorteile auch für Dienstnehmer

Früher konnte die Bemessungsgrundlage eines Dienstnehmers erst durch den jährlichen Lohnzettel ermittelt werden. Durch die mBGM sind der OÖGKK das Einkommen und die Bemessungsgrundlage nun monatsaktuell bekannt. „Die Versicherungsdaten sowie der Stand des Pensionskontos und des betrieblichen Mitarbeitervorsorgekontos sind dank der monatlichen Beitragsgrundlagenmeldung für jeden Dienstnehmer monatsaktuell abrufbar. Das sind wesentliche Vorteile für die Dienstnehmer“, führt OÖGKK-Obmann
Albert Maringer aus.

 

Für die Umstellung bestens gerüstet

Systemumstellungen dieser Größe müssen gut vorbereitet und kommuniziert werden. Dazu meint der themenverantwortliche OÖGKK Direktor-Stellvertreter Dr. Gerhard Mayr stolz: „Viele Abteilungen der OÖGKK arbeiten seit geraumer Zeit an dem Wechsel zur monatlichen Beitragsgrundlagenmeldung. In über 30 Schulungen in ganz Oberösterreich wurden Dienstgeber, Lohnverrechner sowie Lohnsoftware-Hersteller von Vortragenden der OÖGKK auf die Systemumstellung vorbereitet und sind somit bestens gerüstet. Sollten dennoch Probleme oder Fragen auftauchen, stehen wir gerne unterstützend zur Seite.“

 

 

 

Rückfragen: Katrin Walch, MSc. BSc. | Tel. 05 78 07 - 10 22 53| katrin.walch@ooegkk.at

 

Mehr Infos: https://dienstgeber.ooegkk.at > Monatliche Beitragsgrundlagenmeldung

Zuletzt aktualisiert am 27. Dezember 2018